18.10.2018 / Allgemein / / , , ,

Motorisierter Verkehr auf der Sägelstrasse

Jeder der einmal zu Fuss um den Lauerzersee spazierte, störte sich bestimmt am regen motorisierten Verkehr. Gefährliche Überholmanöver muss man vermehrt beobachten. Zudem ist die Strasse in einem sehr schlechten Zustand.

Dieser Missstand veranlasste Dr. Daniel Woodtli, Kantonsrat aus Brunnen, zu einer kleinen Anfrage an die Regierung. Er erhoffte sich Klärung, warum dieses Naturschutzgebiet so rege von motorisierten Verkehr befahren werden darf. Link: Komplette Anfrage Daniel Woodtli

Die Regierung antwortete, dass sie an der Ausnahmebewilligung festhalten will (Link: Antwort Regierung). Die Strasse – obwohl sie durch Moor- und Naturschutzgebiet führt – ist für die Gemeinde Steinen zum Autobahnanschluss in Goldau sowie als Verbindung zwischen den Gemeinden Steinen und Lauerz nicht wegzudenken. Derzeit werde ein Ausbau der Strasse unter Anlage eines Langsamverkehrsstreifens, die Anlage eines Holzstegs für Fussgänger, Massnahmen an der Strassenraumgestaltung, Teilfahrverbote sowie eine weitere Geschwindigkeitsbeschränkungund Verkehrskontrollen als Sofortmassnahmen geprüft.

Diese Antwort ist bedauerlich. Insbesondere, dass die Strasse als Autobahn-Zubringerstrasse genutzt wird irritiert. Denn wenn man die Strecke Küssnacht-Steinen in einem handelsüblichen GPS-Empfänger mit Karte oder bei Google Earth eingibt ergibt sich:

Strecke über A4 und Sägelstrasse Fahrzeit 20 min
Strecke über A4 via Seewen Fahrzeit 21 min
Strecke über A4 Ausfahrt Arth via Goldau Fahrzeit 23 min

Es ist keine einzige Fahrt durch das Gebiet «nötig» oder gar zwingend und falls doch, können für diese Fahrten Befugnisse erteilt werden (z.B. Landwirtschaft, Schulbus).

Aufgrund der Zunahme der Bevölkerung, des Verkehrs und der damit verbundenen Abnahme des nutzbaren Raums entsteht zunehmend ein sogenannter «Dichtestress».

Es ist deshalb nötig eine kluge und vorausschauende Raumplanung zu verfolgen, welche nicht im 20. Jahrhundert steckenbleibt. Für die geistige und körperliche Gesundheit werden zunehmend naturnahe Naherholungsgebiete benötigt, die von anderen Räumen (Verkehr/Industrie etc.) abgegrenzt werden. Hier kann sich der Mensch erholen, innehalten, sammeln, sich an der Schöpfung erfreuen, Sporttreiben etc.

… und ausserdem:

Vor Jahren wurde im Kanton Schwyz viel Geld ausgegeben um das Problem anzugehen. Weshalb es nicht umgesetzt wird ist schleierhaft: Entwicklungskonzept_Lauerzersee_Bericht.pdf