24.05.2020 / Allgemein / Badi /

Zur Beschwerde gegen die neue Badi

Die schlimmen Kinder von der Badi Brunnen

Die Umweltverbände stören sich am neuen Badiprojekt. Ich habe zwar durchaus Verständnis dafür, dass Umweltverbände sich im Interesse unserer Natur einsetzen und auch gelegentlich den Mahnfinger heben. Die aktuelle Einsprache gegen den Neubau des Kinderstrandbades Brunnen hingegen finde ich absolut deplatziert. Es handelt sich beim Bauvorhaben um einen Wiederaufbau einer bestehenden Anlage.

Die Ausmasse bleiben gleich, teilweise wird sogar zurückgebaut. Der Spielplatz und auch die Ballsportwiese sind zum Teil bereits heute schon an ähnlicher Stelle. Ihre Ausmasse werden kaum verändert. Zudem ist das Naturschutzgebiet heute nur mit einem Maschendrahtzaun von der Badi getrennt, wobei im aufgelegten Projekt mit zusätzlichen Büschen und Gehölz sogar eine Verbesserung zum heutigen Zustand aufgezeigt wird. Kommt dazu, dass als Begründung der Einsprache explizit Kinderlärm angeführt wird.

Als ob spielende Kinder in öffentlichen Badeanstalten für die Natur schädlich wären. Auf absolutes Unverständnis stösst schliesslich die Haltung von Michael Erhard von der Geschäftsstelle Pro Natura Schwyz. Seine Feststellung im «Boten»: «Wenn das Bauvorhaben angepasst wird, … dann ist das Vorhaben bewilligungsfähig», zeigt, dass die Umweltverbände sich Kompetenzen zusprechen, die sie nun einmal nicht haben. Es sei Herrn Erhard in Erinnerung gerufen, dass nicht der Verein Pro Natura Schwyz entscheidet, was bewilligungsfähig ist und was nicht. Hierfür zuständig sind die staatlichen Behörden. Noch sind wir nicht so weit, dass der Verein Pro Natura Schwyz uns vorzuschreiben hat, wo genau in einer öffentlichen Badeanstalt unsere Kinder «sändelen» dürfen und wo nicht.

Matthias Kessler, Kantonsrat und Familienvater, Brunnen

Leserbrief Bote der Urschweiz, 19. März 2020